Aktuelles

Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung der Gemeinschaft evangelischer Schlesier am Freitag, dem 24. Juni 2022

vor Beginn des Lausitzkirchentages in Görlitz. Dieser findet vom 24. bis 26. Juni statt. Ein interessantes Programm in 17 Zentren und auf dem Markt der Möglichkeiten verspricht eine lohnende Teilnahme. Die Evangelischen Schlesier werden wie auch die Diözese Breslau mit einem Stand und vielen Mitmachaktionen vertreten sein. In den Kirchentag ist der traditionelle deutsch-polnische Gemeindebegegnungstag integriert. So wird es n einem eigenen Podium auch um deutsch-polnische Partnerschaftsbeziehungen gehen. Nähere Informationen zum Lausitzkirchentag finden Sie im Internet unter lausitzkirchentag.de
 

Übernachtungen für die Zeit vom 24. bis 26. Juni sind im Görlitzer Hotel Silesia bis zum 20. Mai reserviert. Preis für Mitglieder 165 €, für Gäste 195 €. Zimmerbuchungen ab sofort bitte per Post oder Mail über die Geschäftsstelle, Langenstraße 43, 02826 Görlitz, gemeinschaft@evangelisches-schlesien.de. Die schriftliche Einladung zur Mitgliederversammlung mit Tagesordnung wird fristgemäß an die Mitglieder ergehen.

Görlitz, 11.04.2022

Martin Herche
Vorsitzender

 

Jahrestagung des Konvents der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V.

Zur Jahrestagung 2022 des Konvents der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V. trafen sich nach Corona bedingter zweijähriger Pause am 4. und 5. April die Vertreter der evangelischen Hilfskomitees in Berlin. Als Gast konnte Professor Rainer Bendel, Bundessprecher der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Mittel- und Osteuropa (AKVMOE) begrüßt werden. Er berichtete über die Erinnerungspflege im katholisch-kirchlichen Raum und betonte dabei mit Bezug auf das jüdische Neujahrsfest die befreiende Dimension der Erinnerung, die sich aus dem Vertrauen darauf speist, dass Gott sich auch aller, die sonst vergessen werden, erinnert. Prof. Dr. Martin Illert, Leiter des Referates Mittel-, Südost und Osteuropa im Kirchenamt der EKD berichtete über aktuelle Entwicklungen in unseren mittel- und osteuropäischen Partnerkirchen. Dabei stand die Situation in der Ukraine im Mittelpunkt. Die Vertreter der Hilfskomitees waren sich darin einig, dass die aktuelle Situation zeige, wie wichtig unsere guten Kontakte und Partnerschaftsbeziehungen in die Herkunftsländer in Mittel- und Osteuropa gerade in Krisenzeiten sind.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde der Vorsitzende der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V., Generalsuperintendent i.R. Martin Herche zum Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Pfarrer i.R. Christfried Boelter (Schnepfental - Gemeinschaft Ev. Posener e.V.) kandidierte nach 12-jähriger Amtszeit nicht mehr für den Vorsitz und ist nun Stellvertretender Vorsitzender. Als Schatzmeisterin wiedergewählt wurde Erika Wiener (Hannover - Bessarabiendeutscher Verein e.V.). Beisitzer wurden der ehemalige Vorsitzende und langjährige Stellvertretende Vorsitzende des Konvents, Pastor i.R. Dr. Hans-Henning Neß aus Göttingen (Gemeinschaft evang. Schlesier (Hilfskomitee) e.V., sowie erneut Pfarrer Hans Schneider aus Ansbach (Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben (Hilfskomitee) und Propst i. R. Erhard Wolfram aus Hannover –(Gemeinschaft ev. Ostpreußen e.V.).
Als Rechnungsprüfer wurden das Ehrenmitglied der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V., OStR i.R. Christoph Scholz aus Burgwedel und der frühere Geschäftsführer unserer Gemeinschaft, Bankdirektor a.D. Klaus-Ulrich Vogel aus Löhne-Gohfeld gewählt.
Der zweite Tag galt dem Kennenlernen des kürzliche eröffneten Dokumentationszentrums der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung mit Führung und einer Gesprächsrunde mit dem Kulturbeauftragten der EKD und Stiftungsratsmitglied Dr. Johann Hinrich Claussen. Höhepunkt war die Ökumenische Andacht im Raum der Stille mit dem bisherigen Konventsvorsitzenden Pfarrer i.R. Christfried Boelter und dem Beauftragten für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke.


06.04.2022 Martin Herche

Wir unterstützen evangelische Gemeinden in Schlesien, die ukrainische Flüchtlinge aufgenommen haben – Spendenbitte des Vorstands

in diesen Tagen sind unsere Gedanken bei den unter dem Krieg in der Ukraine leidenden Menschen – und bei den Frauen, Kindern und alten Menschen auf der Flucht.

Inzwischen sind viele ukrainische Flüchtlinge auch in Schlesien angekommen und von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen aufgenommen worden. Deshalb bittet der Vorstand um Spenden, die den schlesischen Gemeinden und Einrichtungen für Ihre Flüchtlingshilfe und damit den Menschen aus der Ukraine zugutekommen

Unser Konto:

Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V.
Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
IBAN: DE84 8505 0100 0232 0785 64
Verwendungszweck: Schlesische Flüchtlingshilfe Ukraine


Gebe es Gott, dass das Blutvergießen bald aufhört, die heute von Krieg, Flucht und Vertreibung Betroffenen an Leib und Seele bewahrt bleiben und gebe Gott uns allen seinen Frieden.

Görlitz, 15. März 2022

Generalsuperintendent i.R. Martin Herche
Vorsitzender

Pfarrer Dariusz Lik verstorben

Am 16. Januar 2022 verstarb in Grünberg/Zielona Góra nach langer schwerer Krankheit Pfarrer Dariusz Lik im 55. Lebensjahr. Die Trauerfeier fand am Samstag, den 22. Januar 2022 in Grünberg/Zielona Góra statt.

Dariusz Lik wurde am 7. Oktober 1967 in Stettin geboren. In den Jahren 1986-1991 studierte er Evangelische Theologie in Warschau. Er absolvierte vor der Ordination Praktika in Pfarreien in Krakau und Nowy Sącz (Neu Sandez, Klein-Polen). Am 24. Juli 1993 wurde er in Zabrze durch Bischof Jan Szarek zum Pfarrer ordiniert. In den Jahren 1993-1994 war er Vikar der Pfarrei in Krakau. Ab Juli 1994 wurde er zum Vikar der Pfarrei in Grünberg/Zielona Góra ernannt. 1997 wurde er zum Pfarradministrator ernannt und 2004 zum Pfarrer gewählt. In großer Treue hat er, so weit es seine Kräfte erlaubten, mit Unterstützung eines Vikars seinen Dienst versehen.

Pfarrer Dariusz Lik hinterlässt seine Frau und eine Tochter. Möge er in Gottes Frieden ruhen.

Zum Gedenken

an Pfr. i.R. Dr. Paul Gerhard Eberlein

Am Samstag, dem 15. Januar 2022 ist Pfarrer i.R. Dr. Paul Gerhard Eberlein von Gott in sein himmlisches Reich heimgerufen worden. Er verstarb im Alter von 93 Jahren und wurde am 19. Januar in Schwäbisch Gmünd unter geistlichem Geleit zur letzten Ruhe gebettet.
Geboren wurde Paul Gerhard Eberlein am 18. Dezember in Kupferberg/Riesengebirge als Sohn des Pfarrers und späteren Predigerseminardirektors Hellmut Eberlein. Seinen schlesischen Wurzeln ist Paul Gerhard Eberlein ein Leben lang verpflichtet geblieben. Er war ein Brückenbauer. Viele Menschen in Deutschland und Polen wussten das zu schätzen.
Besonders intensiv waren seine Kontakte zu Hirschberg, wo er seinerzeit das Gymnasium besuchte. Über viele Jahre arbeitete er mit ehemaligen Gymnasiasten aus der Zeit vor und nach dem 2. Weltkrieg zusammen, unterstützt von einem deutschen und einem polnischen Historiker.
Da für Paul Gerhard Eberlein zum äußeren Aufbau des zerstörten Deutschlands nach 1945 auch eine innere Erneuerung zwingend notwendig schien, entschied er sich für den Pfarrberuf. Seine ausgeprägten journalistischen Fähigkeiten nutzte er nicht nur als Student, sondern später auch beruflich, als er Leiter der neu gegründeten Informationsstelle des diakonischen Werkes in Stuttgart wurde. Neben seinem Dienst als Gemeindepfarrer wirkte er lange als Militärpfarrer in Frankreich. Immer wieder trat er mit wichtigen Veröffentlichungen hervor. Nicht nur mit seiner Promotionsschrift über Schulfunksendungen im Religionsunterricht oder mit der Momentaufnahme „Namibia und Südafrika in der Wendezeit“, sondern auch als Herausgeber eines Sammelbandes mit Predigten und Vorträgen des Württemberger Landesbischofs schlesischer Herkunft, Hans von Keler, des schönen Bildbandes über Schlesische Kirchen und nicht zuletzt als Autor des gut lesbaren, informativen Buches über Caspar von Schwenckfeld, mit dem er den in Vergessenheit geratenen schlesischen Reformator ins Bewußtsein einer interessierten
Öffentlichkeit zurückholte.
Für die Gemeinschaft evangelischer Schlesier war sein jahrzehntelanges Wirken – er war seit 1955 Mitglied – ein großer Segen. Ob nun als Mitglied im Präsidium des Schlesischen Kirchentages, im Vorstand der Gemeinschaft oder in den vielen Jahren als Vorsitzender seiner Baden-Württembergischen Landesarbeitsgemeinschaft – er hat sich mit seinem unermüdlichen Einsatz große Verdienste
erworben. Vielen sind die jährlichen Freizeiten, zuletzt immer wieder in Herrenberg, in guter Erinnerung. Die Organisation der regelmäßig stattfindenden Gottesdienste mit der altvertrauten schlesischen Liturgie waren ihm stets ein inniges Herzensanliegen.
Oft hat er dabei der Schlesiergemeinde selber Gottes Wort zum Trost und zur Orientierung verkündigt!
Immer wieder hat Paul Gerhard Eberlein die Frage der Bewahrung des schlesischen Erbes über die Zeit der Erlebnisgeneration hinaus beschäftigt. Mit der ihm eigenen Tatkraft gründete er schließlich 1997 die Johann-Heermann-Stiftung und gewann dafür prominente Mitstreiter und viele Förderer besonders in Baden-Württemberg, um Projekte zu fördern, die das geistliche und kulturelle Erbe des Evangelischen
Schlesien lebendig erhalten. Dabei lag ihm sehr der deutsch-polnische Austausch der jungen Generation am Herzen. 
2019 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Johann-Heermann-Stiftung ernannt.

Wir werden Pfarrer i.R. Dr. Paul Gerhard Eberlein in unserer Gemeinschaft und in der Johann-Heermann-Stiftung in ehrender Erinnerung behalten und nach Kräften das von ihm begonnene Werk fortführen. Möge er in Frieden ruhen.

Martin Herche
Vorsitzender
Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V

Bernd-Uwe Grand
Kuratoriumsvorsitzender
Johann-Heermann-Stiftung